Montag | 15. September 2008 | von dombrowski
Ein Freund behauptete vor kurzem, dass er lieber zu McCafé gehe als zu Starbucks – der Kaffee schmecke dort mindestens ebenso gut und sei preislich deutlich interessanter.
Gestern hatte ich die Gelegenheit zum Selbstversuch – im McCafé an der Autobahn A2, Ausfahrt 59 (Königslutter).
Meine Begleitung bestellte ein Stück Schokoladen-Chillie-Torte und ein Glas Dark Chocolate, ich ein Stück Sommertorte in Begleitung einer Latte Macchiato.
Die Tortenstücke waren beide nicht der Rede wert, die industrielle Fertigung war ihnen deutlich anzusehen und auch zu schmecken, aber es war ausreichend Zucker enthalten um den Energiespeicher bis Berlin gefüllt zu halten.
Die Dark Chocolate war knapp über lauwarm und ihr fehlte der richtige Schmelz für eine gute heiße Schokolade. Das Kakaopulver war sehr krümelig auf der Zunge, gut conchierte Schokolade war offenbar nicht enthalten, geschmacklich erträglich. Kurz gesagt: Der Inhalt erfüllte nicht die durch den Namen geweckten Hoffnungen.
Die Latte Macchiato war ebenfalls nur laufwarm, offenbar immer noch eine Folge des Schadensersatz-Prozesses , in dem McDonalds wegen zu heißem Kaffee verklagt wurde. Serviert wurde ein Glas mit einer durchgängig hellbraunen Flüssigkeit, mit einem Hauch Milchschaum als Krone.
In der Kategorie Geschmack breite ich einfach die Decke des Schweigens aus und zweifle leise, ob sich wirklich ein Espresso vom Brutalröster Jacobs in diesem Glas befunden haben mag … .
Fazit: Unter Berücksichtigung des Faktors Preis kann man den Kaffee von McCafé eventuell in die Region von Starbucks befördern (von dem ich ja nun wahrlich auch kein Fan bin und die Messlatte entsprechend niedrig anlege).
Rein objektiv die Latte Macchiato an sich betrachtet: Inakzeptabel – wenn ich hellbraun gefärbte lauwarme Milch haben möchte, bestelle ich keine Latte Macchiato.
